Kontakt

0441 42615
info@buemmersteder-krug.de

Öffnungszeiten zur Abholung

Freitag und Samstag ab 17.30 Uhr
Sonntag ab 11.30 Uhr

Neu: Unser Shop

Jetzt online bestellen:
zum Shop

Grünkohl im Bümmersteder Krug

Information: Aufgrund der aktuellen Situation können unsere Kohlbälle und Büffets leider nicht stattfinden. Hier kommt Ihr aber zu einer tollen Alternative – unserer Mini-Kohlfahrt.

Alles über den Grünkohl!

Auch wenn Grünkohl seit Jahrhunderten angebaut wird, ist das genaue Alter des Gemüses bis heute umstritten. Fakt ist aber: 400 Jahre vor Christus war bereits eine Kohlart mit krauseligen Blattwerk bekannt. Unter den Römern wurde dieser Kohl großflächig angebaut und aufgrund seiner Vielfältigkeit zählte er schon damals als echte Delikatesse und als Statussymbol: Wer über große Mengen an Kohl verfügte, galt als sehr reich.

Der Grünkohl verbreitete sich auf der ganzen Welt. Da er auch in kalten Gebieten gut wachsen kann, war er in Deutschland sehr beliebt. Seine typischen Anbaugebiete liegen in Mittel- und Westeuropa, Nordamerika sowie Ost- und Westafrika.

Die korrekte botanische Bezeichnung des Grünkohls lautet Brassica oleracea convar. acéphala var. sabéllica. Durch seine Verbreitung in den verschiedenen Gebieten hat er mit der Zeit auch die unterschiedlichsten Namen erhalten, wie zum Beispiel Federkohl, geschlitzter Kohl, Krauskohl und Winterkohl. In Oldenburg wird er aufgrund seines hohen Wachstums liebevoll die „Oldenburger Palme“ genannt.

Gesundheit

Der Grünkohl gilt unter allen Kohlsorten als die wahre Vitaminbombe mit einem sehr hohen Gehalt an Vitamin C und B2. In Amerika und England wird er zurzeit als „Superfood“ gefeiert. Egal, ob als leckerer Smoothie, frischer Salat oder warme Mahlzeit – das grüne Gemüse mit der entzündungshemmenden Wirkung ist in aller Munde. Mediziner sind sogar der Meinung, dass Grünkohl Krebs vorbeugen kann.

Das Kultgemüse Oldenburgs

Die Kohltour mitsamt der deftigen Hausmannskost gehört zu Oldenburg wie die Brezel zu Bayern oder das Franzbrötchen zu Hamburg – und das wahrscheinlich schon seit 1345. Das vitaminreiche Wintergemüse gedeiht im Weser-Ems-Gebiet rund um Oldenburg prächtig. Das ist vor allem der frischen norddeutschen Brise zu verdanken. Fast 2000 Tonnen Grünkohl wachsen hier jedes Jahr – mehr als ein Zehntel des gesamten Grünkohls in ganz Deutschland.

Die erste Erwähnung eines traditionellen Grünkohlessens stammt vom flämischen Philosophen Justus Lipsius (1547-1606). Während einer Reise durch Oldenburg verspottete er das Essen in einem verfassten Brief: „Nun kommt der erwehnte zeite Gang, die Hauptschüssel. Eine ungeheure Kumme voll braunen Kohls! Ein Finger breit darüber fließt eine Brühe von Schweinefett. Diesen Ambrosia essen meine Westfälinger nicht, nein, sie verschliengen ihn! …“.

Die Form der Kohltour, die wir heute kennen, wurde durch den 1859 gegründeten Oldenburger Turnerbund erfunden. Die lustigen Spiele und die musikalische Begleitung kamen aber erst Anfang des 20. Jahrhunderts dazu. Seit 2010 darf sich Oldenburg nun auch offiziell als Kohltourhauptstadt bezeichnen.

Der Titel bringt natürlich eine gewisse Verantwortung mit sich und um dieser gerecht zu werden, gibt es während der Wintermonate ein abwechslungsreiches Grünkohlprogramm mit traditionellen Kohltouren, Grünkohlkochkursen und das berühmte „Defftig Ollnborger Gröönkohl-Äten“ in Berlin …

„Defftig Ollnborger Gröönkohl-Äten“

Seit 1956 werden jährlich Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Kultur zum gemeinsamen Grünkohlessen, dem „Defftig Ollnborger Gröönkohl-Äten“, eingeladen. Die in Bonn entstandene Zusammenkunft findet seit 1998 in Berlin, in den Räumen der Niedersächsischen Landesvertretung, statt. Es wird sogar gemunkelt, dass so manch großes Projekt in Oldenburg seinen Ursprung während des gemütlichen Grünkohlessens gefunden hat.

In Berlin wird traditionell eine neue Kohlmajestät vom achtköpfigen Kurfürsten-Kollegium proklamiert. Zahlreiche hochrangige Politiker_innen durften sich schon über den Titel freuen. Der aktuelle König oder die aktuelle Königin hat die Ehre das Oldenburger Kohlvolk für ein Jahr zu „regieren“, aber auch die Pflicht, die Stadt in dieser Zeit mindestens einmal zu besuchen. Nach der Krönung wird der Grünkohl mit Pinkel, Kochwurst und Kasseler serviert und gemeinsam gegessen.

Der Bümmersteder Krug und sein Grünkohl

Wir liefern seit 25 Jahren unseren legendären Grünkohl zu diesem Ereignis in die Bundeshauptstadt. Unser Küchenteam bereitet jährlich zirka 200 Kilogramm Kohl für die „Defftig Ollnborger Gröönkohl-Äten“ zu. Und selbstverständlich sind wir an diesem Abend auch selber in der Landesvertretung, um zu hören, ob es auch allen gut schmeckt.

Unseren Grünkohl erhalten wir vom Erzeugergroßmarkt Langförden-Oldenburg (ELO), der durch seine langjährige Erfahrung, kurze Entfernungen von der Ernte bis zur Produktion und hohen Anforderungen, die Qualität bietet, die wir erwarten und unseren Gästen servieren wollen.

Natürlich genießt nicht nur die Berliner Politik unseren Grünkohl. Bei unseren beliebten Kohlbällen im Winter gibt es so viel Grünkohl & Co., Suppe und Nachtisch bis wirklich jeder satt ist. Anschließend wird zur Musik vom DJ getanzt und gefeiert.

Für Leute, die es etwas ruhiger mögen und das deftige Grünkohlessen ohne Feierei genießen möchten, bieten wir Pinkel, Kochwurst, Speck, Kassler und Speckmanns Bratkartoffeln als Grünkohlteller à la carte, als Menü oder ohne Party bei einem Sonntags-Kohlbüfett.

Überzeugt Euch selbst und besucht uns!

Euer Team vom Bümmersteder Krug